Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat heute auf Antrag seiner Regiokommission mit 83 zu 1 Stimmen eine Resolution verabschiedet, welche die SBB auffordert, die geplante Streichung der direkten Verbindung Basel – Genf via Delémont rückgängig zu machen. Vielmehr sei die Juralinie zwischen Laufen und Delémont doppelspurig auszubauen.

Die Resolution im Wortlaut:

SBB darf wichtige Jura-Verbindung nicht kappen

Die SBB haben kürzlich orientiert, dass sie beabsichtigen, mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 die direkte Verbindung Basel – Delémont – Biel – Lausanne/Genf zu streichen. Eine solche Massnahme ist unverständlich und hätte insbesondere im Jura gravierende Folgen. Sie würde auch der Absicht Basels, die S-Bahn-Verbindungen Richtung Jura auszubauen, zuwiderlaufen.

Vielmehr ist zwingend, dass zwischen Laufen und Delémont das Trassée auf eine vollwertige Doppelspur ausgebaut wird, um die heutigen Wartezeiten und Verspätungen zu eliminieren.

Der Grosse Rat fordert vom SBB-Verwaltungsrat eine Korrektur der vorgesehenen Massnahme (Aufrechterhaltung der Verbindungen via Delémont nach Genf) sowie eine Doppelspur Laufen – Delémont, damit der erklärte Wunsch nach Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Kanton Jura nicht Makulatur wird.

Eine ähnlich lautende Resolution hat auch das Parlament des Kantons Jura verabschiedet.

 

Weitere Auskünfte

Dr. Conradin Cramer
Grossratspräsident
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