Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) beantragt dem Grossen Rat mit 11:1 Stimmen, den Kredit für die Verlängerung des Trams Nr. 3 zwischen Basel und dem Bahnhof Saint-Louis zu genehmigen. Das Geschäft wird in der Bündelitagssitzung Ende Juni behandelt.

Die neue Tramverbindung zwischen der heutigen Endhaltestelle der Tramlinie 3 (Burgfelden Grenze) und dem Bahnhof von Saint-Louis spielt für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Basel und dem Elsass eine sehr wichtige Rolle. Sie führt zu einer Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs am grenzüberschreitenden Personenverkehr und gleichzeitig einer Entlastung des Strassennetzes vom motorisierten Individualverkehr. Am Bahnhof Saint-Louis, der zu einem intermodalen Verkehrsknoten mit Park-and-ride-Anlage ausgebaut wird, werden künftig Bahn, Auto und Tram miteinander verknüpft.

Die UVEK teilt die Einschätzung des Regierungsrates, dass das Tramprojekt das weitere Zusammenwachsen der trinationalen Region stärkt und die Funktion eines „Entwicklungsmotors“ für bisher mit dem öffentlichen Verkehr schlecht erreichbare Quartiere übernimmt. Es gibt wichtige Impulse für die Siedlungsentwicklung in Saint-Louis und Basel. Auf Schweizer Seite profitieren in erster Linie das nördliche Friedmattareal mit dem REHAB Basel, dem Bürgerspital und den Sportanlagen Pfaffenholz von einer deutlich besseren Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Auf französischer Seite sind entlang der neuen Tramstrecke neue Wohngebiete und in Burgfelden eine Verdichtung von Wohnraum und Dienstleistungen geplant. Zudem trägt das Projekt im Rahmen von Projekten der Internationalen Bauausstellung (IBA) dazu bei, Mobilität, Siedlung, Städtebau und Landschaft binational zu entwickeln.

Die neue Tramstrecke weist eine Länge von 3.1 Kilometern auf, beginnt an der heutigen Endhaltestelle Burgfelden Grenze und endet am westlichen Eingang des Bahnhofs von Saint-Louis. In Basel entstehen rund 0.5, in Saint-Louis rund 2.6 Kilometer neue Tramstrecke. Die Umsetzung des Projekts ist zwischen Herbst 2015 und 2017 vorgesehen. Der Trambetrieb zwischen Basel und Saint-Louis wird voraussichtlich Ende 2017 aufgenommen.

Baselstädtischer Beitrag von rund 22,3 Millionen Franken

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich für Basel-Stadt und die auf französischer Seite federführende Communauté de Communes des 3 Frontières (CC3F) auf 86.5 Mio. Franken. Der Bund beteiligt sich daran im Rahmen des Agglomerationsprogramms der zweiten Generation mit insgesamt 30.3 Mio. Franken. Die Kosten für den französischen Abschnitt belaufen sich auf 56.4 Mio. Franken. Nach Abzug der Beteiligung des Bundes verbleiben für die CC3F 36.7 Mio. Franken. Für die Kosten des Basler Abschnitts (Burgfelderstrasse zwischen Bungestrasse und Landesgrenze) beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit von brutto 32.8 Mio. Franken, wovon 10.5 Mio. Franken als Bundesbeitrag in Abzug gebracht werden können. Netto zahlt der Kanton Basel-Stadt 22.3 Mio. Franken an die Verlängerung der Tramlinie 3.


Weitere Auskünfte

Michael Wüthrich, Präsident UVEK, Telefon+41 (0) 79 266 82 35
Heiner Vischer, Vizepräsident UVEK, Telefon+41 (0) 79 320 50 35

 

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